Sammelklagen

AMIS - News / Historie

25. April 2013

Erstmals voller Ersatz für Amis-Opfer

Der OGH hat die Anlegerentschädigung von Wertpapierfirmen dazu verurteilt, einen Anleger zu entschädigen: ein Musterprozess für Geschädigte, die Vergleiche ablehnten


03. Dezember 2012

Fall Amis kommt Republik teuer

Um sich vor Verjährung zu schützen, klagen Tausende die Republik: Das sei unnötig und nur ein "Kostenfest" für Anwälte, ätzt ihr Anwalt. Er geht nun zum Rechnungshof


26. Juli 2012

Urteil zur Haftung der Republik

Nach langer Verfahrensdauer liegt nunmehr zur Haftung der Republik Österreich ein endgültiges, für die Anleger durchaus positives Urteil des Obersten Gerichtshofs vor


22. Mai 2012

Zwischenstand

Warten auf weitere Entscheidungen


20. September 2011

Folglich das Schreiben des Rechtsvertreters des AMIS Sammelklage Vereins, welches auch postalisch versendet wird

Angebot der Finanzprokuratur auf Abschluss eines Vergleiches in Sachen „AMIS“


05. Juli 2011

AMIS-Vergleich

Anlegerentschädigung sichert sich Fortbestand - vorerst


19. Mai 2011

AMIS-Pleite: Republik muss für Schäden zahlen

Das Oberlandesgericht Wien stellt fest, dass bei der Aufsicht "alle Alarmglocken hätten schrillen müssen". Das Urteil ist nicht rechtskräftig


05. April 2011

Vergleichsvorschlag

Unzureichende Vergleichsquote durch Advofin abgelehnt


16. Dezember 2010

AMIS-Krimi: Bund muss Schaden zahlen

Die Republik Österreich muss sich warm anziehen. Laut Urteil wäre der AMIS-Anlegerschaden "zur Gänze" verhindert worden, hätte die Wertpapieraufsicht pflichtgemäß ermittelt


13. Oktober 2010

Causa AeW: Verfahren gegen Republik beantragt

AdvoFin-Anwalt Ulrich Salburg hat bei der EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren beantragt


Treffer 1 bis 10 von 40

AMIS - Historie bis April 2006

Die beiden AMIS-Gesellschaften, AMIS Financial Consulting AG und AMIS Asset Management Investment Services AG, waren als Finanzberatungsunternehmen tätig, vor allem in Österreich, Deutschland, aber auch in den neuen EU-Mitgliedstaaten sowie den GUS-Staaten.

Die Gelder der Anleger sollten in sichere und hochverzinsliche Anlageformen investiert werden, jedoch fehlt ein Großteil der Gelder.

Das Geld wurde hauptsächlich in Fonds in Luxemburg investiert, in so genannte „SICAV-Fonds“ und den „Vario Invest-Fonds“, welche von AMIS verwaltet wurden.

Von diesen SICAV-Fonds wurde das Geld zum Teil an Scheinfirmen in Florida, auf den Cayman Islands und in Liechtenstein überwiesen, von wo es zum Großteil verschwand.

Im November 2005 wurde über beide AMIS-Gesellschaften das Konkursverfahren eröffnet. Dabei stellte sich heraus, dass ca. 16.000 Anleger geschädigt wurden und der Gesamtschaden ca. EUR 200 Mio. beträgt. Davon befinden sich nach derzeitigem Informationsstand jedoch nur noch ca. EUR 60 Mio. in Fonds in Luxemburg, wobei noch nicht klar ist, ob dieses Geld an die Gläubiger im Konkurs verteilt wird, da das Vermögen in den SICAV-Fonds, die sich in Liquidation befinden, nicht Vermögen der AMIS darstellt.

Die früheren Geschäftsführer der AMIS (Harald Loidl und Dietmar Böhmer) wurden am 30. November 2005 auf der Flucht in Venezuela verhaftet. Gegen beide ist beim Landesgericht für Strafsachen Wien ein Strafverfahren wegen schweren Betruges und Untreue anhängig. Eine Auslieferung der Inhaftierten wird demnächst erfolgen.

Die Masseverwalter bestreiten jedoch die Ansprüche der Anleger, welche im Konkursverfahren bereits angemeldet wurden. Die Anleger müssen also, um ihren Schaden ersetzt zu bekommen, nicht nur die Forderung im Konkurs anmelden, sondern voraussichtlich auch ein Verfahren gegen die AMIS bzw. die Masseverwalter führen, in dem festgestellt wird, dass die Ansprüche gegen die AMIS zurecht bestehen.