Sammelklagen

conwert Immobilien Invest SE

Am 22.11.2016 hat die Übernahmekommission festgestellt, dass unter anderem Adler Real Estate AG, Herr Cevdet Caner und Petrus Advisers LLP ein Pflichtangebot für die Aktien der conwert Immobilien Invest SE zu Unrecht nicht gestellt haben. Die Angebotspflicht resultiert aus dem gemeinsamen Vorgehen dieser Rechtsträger seit spätestens 29.9.2015. Für Aktionäre, die in Unkenntnis der Angebotspflicht ihre conwert-Aktien ab diesem Zeitpunkt über die Börse oder auf anderem Wege zu einem Preis verkauft haben, der unter dem von diesen Rechtsträgern zu zahlenden Angebotspreis gelegen ist, dürfte ein Anspruch auf Schadenersatz im Ausmaß der Differenz zum Angebotspreis bestehen. Relevant sind also insbesondere die folgenden Faktoren:

  • Aktionär der conwert (ISIN: AT0000697750) am 29.09.2015;
  • Verkauf von conwert-Aktien nach dem 29.09.2015 und vor dem 22.11.2016;
  • Verkaufspreis pro Aktie unter EUR 16,6577 (auf Basis der Annahme, dass die in den Büchern der Adler Real Estate angegebenen Anschaffungskosten dem Referenzpreis nach ÜbG entsprechen)

 

Anspruchberechtigte Altaktionäre

Potentielle Schadenersatzansprüche sind  grundsätzlich – je nach Sachverhaltslage – für eine Reihe verschiedener Aktionärsgruppen denkbar, da die Verletzung der Angebots- und  Veröffentlichungspflicht notwendigerweise die Preisbildung und somit die Kauf- und Verkaufsentscheidungen aller conwert Aktionäre während des gesamten Zeitraums zwischen Kontrollerlangung und Veröffentlichung der Verfahrenseinleitung durch die Übernahmekommission beeinflusst hat.

Nach unserer Einschätzung würde jedoch die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen jener ehemaliger conwert-Aktionäre, die

  1. conwert Aktien bereits vor Kontrollerlangung durch die Bietergruppe erworben haben;
  2. ihre conwert Aktien noch zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung (somit laut ÜbK-Bescheid am 29.9.2015) hielten; und
  3. conwert Aktien noch vor Bekanntmachung der amtswegigen Einleitung des Verfahrens gem § 33 ÜbG durch die ÜbK veräußert haben („conwert Altaktionäre“)

 

Anspruchshöhe

Die Höhe der Ansprüche der conwert Altaktionäre lässt sich derzeit noch nicht genau beziffern. Auf Basis öffentlich verfügbarer Informationen erscheint es jedoch wahrscheinlich, dass die Bietergruppe im relevanten Zeitraum conwert-Aktien zu Preisen von etwa EUR 13,47 pro Aktie erworben hat. Der Börsenpreis der conwert Aktien lag während des relevanten Zeitraums über mehrere Monate hindurch (zT deutlich) unter EUR 13,47; dies bei relativ hohen Handelsvolumina. Unseres Erachtens ist daher davon auszugehen, dass eine beträchtliche Anzahl ehemaliger Investoren in die Gruppe der conwert Altaktionäre fällt, die einen Vermögensschaden erlitten haben.

 

Teilnahme an der Sammelklage

Wenn Sie sich der Sammelklage anschließen, übernehmen wir das gesamte Prozessrisiko. Im Erfolgsfall erhalten wir für die Übernahme des Prozessrisikos und für die Finanzierung sämtlicher Kosten eine Beteiligungsquote von 34 % am Prozesserlös.

Die auf Kapitalmarktschäden spezialisierten Juristen von Baker & McKenzie  werden die Interessen der Geschädigten vertreten und die Klageführungen in Österreich vornehmen.

Wenn Sie daher für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche selbst kein Prozessrisiko auf sich nehmen wollen und prinzipiell an einer Teilnahme interessiert sind haben Sie die Möglichkeit, uns unverbindlich Ihre persönlichen Daten zu übermitteln.

Wir werden Ihnen folglich die entsprechenden Unterlagen zusenden.

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