Sammelverfahren

Ertrag & Sicherheit GmbH - News

11. Mai 2018

OGH spricht geschädigten Kunden der „Ertrag & Sicherheit“ Schadenersatz zu

Richtungsweisende Entscheidung für Tausende Geschädigte - Verjährung droht

Wien (OTS) - Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat im April eine richtungsweisende Entscheidung für Tausende geschädigte österreichische Kunden der Grazer Finanzberatungsfirma Ertrag & Sicherheit Vermögensberatung GmbH getroffen. In einem Musterverfahren gegen das Unternehmen wurde dem Kunden, der mehr als 40.000 Euro in Gold der deutschen EVVE (europäischen Vereinigung vereidigter Edelmetallberater e.V.) investiert hatte, voller Schadenersatz zugesprochen.

Rechtsanwalt Dr. Sven Rudolf Thorstensen, der im Auftrag der AdvoFin Prozessfinanzierung AG, rund 800 geschädigte Kunden vertritt, hatte „Ertrag & Sicherheit“ auf Schadenersatz geklagt. Das Oberlandesgericht Graz hatte der Klage bereits stattgegeben, was nun auch vom Höchstgericht bestätigt wurde.

Dr. Sven Thorstensen: „Der OGH hat nun klargestellt, dass die Ertrag & Sicherheit Vermögensberatung GmbH Kunden auch über das Risiko möglicher Malversationen hätte aufklären müssen, da es sich bei EVVE um einen Verein handelt und dieser keiner Finanzmarktaufsicht unterliegt.“

14.000 Anleger um 220 Millionen Euro geschädigt

Gegen „Ertrag & Sicherheit“ wurde im August 2016 ein Konkursverfahren eröffnet. Zurück blieben laut Schätzungen etwa 14.000 österreichische Kunden, die um zumindest 220 Million Euro geschädigt wurden. Die Konkursmasse reicht für die – auch nur teilweise – Befriedigung der Anleger nicht aus. Eineinhalb Jahre nach Konkurseröffnung haben erst ca. 10 % der geschädigten Anleger Forderungen angemeldet. Da Ende 2018 die Verjährung der Ansprüche droht, sollten Anlegern, die bislang noch nichts unternommen haben, jetzt aktiv werden.

Gute Chancen auf Entschädigung

Franz Kallinger, Vorstand der AdvoFin Prozessfinanzierung AG: „Mit der Entscheidung des OGH ist für uns nun der Weg frei, um gegen die Haftpflichtversicherung von Ertrag & Sicherheit vorzugehen. Wir sehen damit für geschädigte Anleger gute Chancen, zumindest einen Großteil ihres Geldes zurückzubekommen.“

Der Fall „Ertrag & Sicherheit“ - Viele Betroffene sind sich des Schadens noch nicht bewusst

In den Jahren vor dem Konkurs hat Ertrag & Sicherheit über ihre mehr als 2.000 österreichischen Berater angeblich besonders attraktive Veranlagungen angeboten. So sollte bei EVVE in Gold investiert werden. Jedoch wurde, wie sich später herausstellte, lediglich ein winziger Bruchteil des eingenommenen Geldes tatsächlich in Gold veranlagt. Der Rest war „Katzengold“, also gefärbtes Metall. Bei Fonds der Shedlin Capital AG sollte das veranlagt Geld z.B. in Immobilienprojekte in Brasilien investiert werden, die aber nie verwirklicht wurden. Beim ICM Anleiheportfolio handelte es sich um eine Vermögensverwaltung, mit der man aufgrund der Ausgestaltung fast nicht in die Ertragszone kommen konnte. Gemeinsam hatten diese Anlageprodukte, dass Ertrag & Sicherheit hohe Provisionen kassierte. Kunden der Ertrag & Sicherheit die in EVVE oder die Shedlin-Fonds investiert hatten, erlitten einen Totalsaufall. Viele der betroffenen Kunden sind sich des entstandenen Schadens heute möglicherweise noch nicht einmal bewusst.

AdvoFin geht zur Befriedigung der Ansprüche der Geschädigten gegen Ertrag & Sicherheit und die Haftpflichtversicherung des Unternehmens vor. Die Vermögensberater selbst werden durch AdvoFin nicht geklagt, da sie von Ertrag & Sicherheit entsprechend geschult wurden und nur als Erfüllungsgehilfen gesehen werden. Nach dem Erfolg in Sachen EVVE vor dem OGH werden nun verstärkt auch die mit dem Produkt ICM Anleiheportfolio verbundenen Schäden eingeklagt. Aufgrund der Ausgestaltung des Produkts sind die Schäden für die einzelnen Betroffenen hier besonders hoch – zumindest 50.000 Euro.

Sammelverfahren für Geschädigte

Kunden von Ertrag & Sicherheit, die in die oben genannten Produkte investiert haben, bietet AdvoFin die Möglichkeit, sich an einem Sammelverfahren zu beteiligen. AdvoFin übernimmt dabei das gesamte Prozessrisiko und die Finanzierung sämtlicher Kosten. Im Erfolgsfall ist der Prozessfinanzierer dafür mit einer Beteiligungsquote am Prozesserlös beteiligt. Nähere Informationen sind auf der Webseite www.advofin.at zu finden.

 

Zu AdvoFin:

AdvoFin wurde 2001 als österreichische Prozessfinanzierungsgesellschaft gegründet und ist von kapitalstarken, unabhängigen, österreichischen institutionellen Investoren finanziert. Es ist der Geschäftsgrundsatz von AdvoFin auf jeden Fall unabhängig und anwaltsübergreifend zu arbeiten. AdvoFin entscheidet frei über Finanzierungsangebote und lässt sich nicht durch potente Gegner oder Zwänge des Falls beeinflussen. Heute ist AdvoFin der größte unabhängige Prozessfinanzierer Österreichs. In der Vergangenheit konnten für rund 24.000 Geschädigte erfolgreich Ansprüche in der Höhe von ca. 260 Millionen Euro, gegen oftmals sehr große Gegner, durchgesetzt werden. Die Fälle AMIS, Immofinanz oder Meinl Bank sind nur einige davon.

Rückfragen & Kontakt:

Franz Kallinger
Vorstand AdvoFin
+43 664 1604015
Franz.Kallinger@advofin.at

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