Sammelklagen

Meinl - Weitere Vorgehensweise

In der Causa Meinl European Land ist zunächst geplant, eine außerordentliche Hauptversammlung der Meinl European Land einzuberufen. Dies soll vor allem dazu dienen, den Vorstand der MEL aufzufordern, die Einzahlung des Ausgabepreises der “partly paid shares“ zu verlangen. Weiters soll der Vorstand Kosten und Nutzen des Medium -Term-Note-Programms erklären sowie den Rückkauf eigener Aktien erläutern.

Es ist geplant, Schadenersatzklagen einzubringen bezüglich jener Schäden, die Aktionären unter anderem durch die Nichteinzahlung der „partly paid shares“, der Verwendung des Medium-Term-Note-Programms sowie dem Rückkauf eigener Aktien entstanden sind.

Anspruchsgegner werden unter anderem sein: die Meinl European Land, die ME Real Estate sowie die Vorstände dieser beiden Gesellschaften. Hintergrund derartiger Schadenersatzforderungen ist, dass sowohl die  Meinl European Land als auch die ME Real Estate – entgegen ihren eigenen Satzungen -  ihren tatsächlichen Verwaltungssitz in Österreich haben. Daher unterliegen diese Gesellschaften nach derzeitiger Rechtsansicht österreichischem Aktienrecht, gegen welches sowohl durch die Ausgabe der „partly paid shares“ als auch den Rückkauf eigener Aktien verstoßen wurde.

Weitere Haftungsansprüche ergeben sich daraus, dass Zertifikate der MEL jahrelang als „mündelsichere Anlage“ beworben wurden.

Aufgrund der starken Verflechtungen im Umfeld der Meinl - Unternehmen werden sich wohl noch weitere Anspruchsgegner aufgrund der oben beschriebenen Tatbestände ergeben.

Zusammenfassend muss festgehalten werden, dass die Anleger reale Chancen auf Schadenersatz haben, die Durchsetzbarkeit jedoch mit einem Prozesskostenrisiko behaftet ist, welches von Advofin übernommen wird. Zudem werden die anzustrebenden Gerichtsverfahren Jahre dauern.